Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung  in Westmecklenburg
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Ulcus Molle (Weicher Schanker)

 

Erreger:

Haemophilus ducreyi, ein Stäbchenbakterium, das vor allem in den Tropen und Subtropen vorkommt.

Ansteckungsmöglichkeiten:

Dieser Keim ist sehr empfindlich gegenüber Kälte und Austrocknung, weshalb eine Übertragung praktisch ausschließlich beim Geschlechtsverkehr möglich ist. Kondome und gründliche Körperhygiene können vor einer Ansteckung schützen.

Symptome:

Ein bis drei Tagen nach der Infektion rundlichovale druckempfindliche, weiche Geschwüre (zum Vergleich zum harten, nicht druckempfindlichen Geschwür bei Syphilis) mit zackigen Rändern an den Stellen, an denen der Hautkontakt stattgefunden hat (meist am Penis). Diese sind in der Regel schmierig und sehr schmerzhaft. Häufig treten auch Entzüdungen der Lymphbahnen und Schwellungen der lokalen Lymphknoten auf. Besonderes bei Frauen kann die Infektion aber auch völlig symptomlos verlaufen.

Behandlung:

Die Behandlung des weichen Schankers erfolgt nicht mit Penicillin sondern mit Antibiotika (z. B. Tetrazyklin). Damit werden die Erreger binnen weniger Tage abgetötet. Wer am Ulcus Molle erkrankt, kann sich gleichzeitig eine andere Geschlechtskrankheit (z.B. Syphilis, Gonorrhoe) zugezogen haben. Entsprechende Untersuchungen (inklusive HIV-Test) sind deshalb ratsam.

 
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