Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung 
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Symptome / Verlauf

In den meisten Fällen entwickeln sich ca. 12 Wochen nach der Infektion Antikörper gegen das HIV, die durch einen Test (HIV-Antikörper-Test, oft fälschlicherweise als AIDS-Test bezeichnet) nachgewiesen werden können.

Verlauf der HIV-Infektion

Mittlerweile läßt sich auch das Virus selbst als Viruslast diagnostizieren. Unter der Viruslast versteht man die Anzahl an RNA-Kopien pro Milliliter Blut. Dabei liegt die derzeitige Nachweisgrenze bei den üblicherweise verwendeten Routineverfahren bei ca. 80 RNA-Kopien pro Milliliter Blut.
Durch die HIV-Infektion wird das Immunsystem angegriffen, immer stärker geschwächt und kann schließlich völlig zusammenbrechen. Krankheiten, die vom durch die HIV-Infektion geschwächten Immunsystem nicht mehr bekämpft werden können, werden auch als Sekundärerkrankungen bezeichnet. Diese Krankheiten kann man therapeutisch behandeln, aber es kommt oft zu Rückfällen oder Neuinfektionen.

Es gibt keine Impfung gegen das HI-Virus und keine wirksame Therapie gegen AIDS.

Man muss zwischen den Menschen, die sich infiziert haben, HIV-postiv aber ansonsten gesund sind und Menschen, die an der Erkrankung leiden bzw. im eigentlichen Sinne aidskrank sind unterscheiden.

Aus diesem Grund wurden vom CDC (Center for Desease Control and Prevention) drei Krankheitsstadien nach der stattgefundenen Infektion festgelegt:

  1. HIV-positiv, asymptomatisch
  2. HIV-positiv, symptomatisch
  3. AIDS (Vollbild)


1. HIV-positiv, asymptomatisch

Als HIV-positiv wird jede Person bezeichnet, bei der sich Antikörper gegen das HI-Virus nachweisen lassen. Dies muss nicht mit irgendeinem Krankheitsbild verbunden sein. Im Gegenteil: die betroffenen Menschen können vollkommen gesund sein. Einschränkend sei allerdings erwähnt, dass ca. 2 bis 6 Wochen nach einer Infektion mit dem HI-Virus eine so genannte HIV-Erkrankung auftreten kann, die jedoch nach 7 bis 14 Tagen von selbst wieder verschwindet. Die Symptome dieser HIV-Erkrankung sind denen einer Grippe mit Abgeschlagenheit, Fieber, Lymphknotenschwellungen sowie Kopf- und Glie-derschmerzen vergleichbar. Leitsymptome dieser akuten HIV-Infektion sind in den meisten Fällen Fieber, Lymphknotenschwellungen oder ein Exanthem am Körperstamm. Ein eindeutiger Hinweis auf eine mögliche HIV-Infektion stellt dies aber nicht dar, da es sich anderen Krankheitsbildern sehr ähnelt.

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Man unterteilt das asymptomatische Stadium in A1 mit mehr als 500, in A2 mit 200 bis 499 T-Helferzellen und A3 mit weniger als 200 T-Helferzellen pro ml Blut.

2. HIV-positiv, symptomatisch

Dieses "Zwischen-" oder "Vorstadium" der AIDS-Erkrankung ist u. a. gekennzeichnet durch:

  • Fieber mit mehr als 38,5 Grad, das länger als 1 Monat andauert.
  • Durchfälle, die länger als 1 Monat andauern (Diarrhoe).
  • Pilzbefall des Mund-Rachenraumes (orale Candidiasis).
  • Pilzbefall der Vulva und der Vagina.
  • Gürtelrose an mehreren Stellen und wiederholt.
  • Nervenerkrankungen an Armen und Beinen.
  • Gewebeveränderungen am Gebärmutterhals.
  • Weißliche, behaart wirkende Mundschleimhautveränderungen
  • Durch Tiere übertragene Infektionskrankheit mit Bakterien der Gruppe Listerien (Listeriose).
  • Beckenentzündungen z. B. mit Abzess im Eileiter bzw. Eierstock.

Diese Klassifikation wird in B1 mit mehr als 500, in B2 mit 200 bis 499 und in B3 mit weniger als 200 T-Helferzellen unterteilt.

3. AIDS (Vollbild)

Das Vollbild von AIDS definiert sich durch:

  • starken Gewichtsverlust (Wasting-Syndrom).
  • erhebliche Einschränkungen der Hirnfunktion, massive intellektuelle Einbußen.
  • Opportunistische Infektionen (der Erreger profi- tiert vom geschwächten Immunsystem) durch Parasiten, Viren, Bakterien, Pilze oder Proto- zoen mit Erkrankungen wie z.B. Tuberkulose, Salmonellenbefall, Lungeninfektion, Pilzbefall von Mund, Luftröhre, Bronchien oder der Lunge.
  • durch HIV hervorgerufene bösartige Erkrankungen wie das Kaposi-Sarkom, bösartige Lymphome,Gebärmutterhalskrebs.

Auch das AIDS-Vollbild wird nach der Anzahl der T-Helferzellen in drei Stadien eingeteilt: C1 mit mehr als 500, C2 mit 200 bis 499 und C3 mit weniger als 200 T-Helferzellen je ml Blut.

Heute ist es dank moderner Therapien möglich, diese opportunistischen Infektionen zu behandeln bzw. vorzubeugen.