Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung 
in Westmecklenburg

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Therapieerfolge und Prognose

Eine Infektion mit dem HI-Virus führte und führt ohne Behandlung fast immer zu einer AIDS-Erkrankung, wenn auch mit einer Latenzzeit von vielen Jahren.

Die neuen Therapeutika können die Viruslast im Blut unter die Nachweisgrenze von ca. 80 RNA-Kopien pro Milliliter drücken und damit das Leben der Betroffenen verlängern. Trotzdem muss gesagt werden, dass eine definitive Heilung mit derzeitigen Therapien nicht möglich ist.

Wissenswert ist für Betroffene, dass sich das Virus sofort wieder extrem vermehrt, sobald eine begonnene Therapie abgesetzt wird. Die regelmässige Einnahme der Medikamente ist deshalb dringend anzuraten. Die Einhaltung der Therapievorschriften allein reicht dazu nicht aus. Wichtig ist auch ein gutes Arzt-Patient-Verhältnis, die Bereitschaft der Patienten bzw. Patientinnen, sich zu informieren und an der Behandlung mitzuwirken, sowie die Unterstützung durch das soziale Umfeld.

Eine Kombinationstherapie gegen HIV – zur rechten Zeit begonnen, individuell zugeschnitten und richtig durchgeführt – kann die Lebenserwartung deutlich erhöhen.

Eine Behandlung ist empfohlen, wenn

  • die Zahl der Helferzellen und die Viruslast bestimmte Grenzwerte erreichen oder sich rasch zum Schlechteren verändern;
  • Krankheiten auftreten, die mit der HIV-Infektion bzw. der Immunschwäche im Zusammenhang stehen (z.B. opportunistische Infektionen.


Menschen mit einer HIV-Infektion, die erwägen, eine Kombinationstherapie gegen HIV zu beginnen oder mehr zur Therapie wissen möchten, sollten sich umfassend informieren und beraten lassen.

Das Virus ist zwar unter einer optimalen MehrfachTherapie im Blut oft nicht mehr nachweisbar, "versteckt" sich aber im Lymph- und Nervensystem.

Ausserdem hat sich mittlerweile gezeigt, dass das Virus wegen seiner Mutationen nur über eine gewisse Zeit mittels der Therapie bekämpft werden kann. Nach einigen Jahren verringert sich der Erfolg der Therapie teilweise dramatisch. Daher ist, individuell abgestimmt, der genaue Zeitpunkt des Therapiebeginns von entscheidender Bedeutung.

In den reichen Industrienationen ist die Ausbreitung der Krankheit mittlerweile recht gut unter Kontrolle. Aber in vielen "Entwicklungsländern" - vor allem in Afrika - und einer Reihe von asiatischen Ländern ist die Krankheit nach einer Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) außer Kontrolle geraten.