Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung 
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Leben mit HIV

Was heißt das: Leben mit HIV? Vor 30 Jahren gab es darauf im Grunde nur eine Antwort: die Ansteckung mit HIV führt innerhalb weniger Jahre zum Ausbruch von AIDS und damit zum Tod.  Aber diese Antwort gilt auch heute noch für diejenigen Menschen, die sich nicht einer Antiretroviralen Behandlung (ART) unterziehen (können) bzw. keinen Zugang dazu haben, wie es in vielen Ländern der Dritten Welt für einen Großteil der Bevölkerung der Fall ist.

Hierzulande wie in nahezu allen westlichen, reichen Ländern bedeutet die Ansteckung mit dem HIV-Virus heute, sich eine chronische Krankheit zuzuziehen, die nicht heilbar, aber mittlerweile zumindest gut behandelbar ist: die Lebenserwartung der Infizierten, bei denen die Infektion frühzeitig erkannt wird und die rechtzeitig ärztliche Betreuung in Anspruch nehmen können, nähert sich immer mehr der Lebenserwartung Nichtinfizierter an.

Während die Medikamente, die Anfang der Neunziger Jahre innerhalb kürzester Testzeit eingesetzt wurden, meist zahlreiche, schwerwiegende und oft unabsehbare Nebenwirkungen hatten – und dazu in oft zweistelliger Stückzahl zu ganz bestimmten Zeitpunkten einzunehmen waren –, sind heute die neuesten Therapiemöglichkeiten Kombinationspräparate, die einmal täglich in Form einer bis drei Tabletten z. B. vor dem Schlafengehen eingenommen werden können. Die Lebensqualität stark beeinträchtigende Nebenwirkungen der ART können mittlerweile durch verbesserte Medikamente vermieden werden. Vorübergehende Nebenwirkungen wie Hautausschläge, Durchfall, Müdigkeit oder Langzeitnebenwirkungen wie Leber- und Nierenschädigungen spielen jedoch auch heute– je nach Präparat und individueller Disposition – eine mehr oder weniger wichtige Rolle im Leben der Behandelten. 

Mit dem Durchbruch der Medizin hinsichtlich einer kontinuierlichen und effektiven Behandelbarkeit der HIV-Infektion hat sich das eindeutige Bild von AIDS zu den vielfältigen Bildern vom Leben mit HIV gewandelt – zumindest hinsichtlich Lebenserwartung und auch Lebensqualität der Positiven. Eine moderate Handhabung ermöglicht einem Großteil der Betroffenen ein nahezu beschwerdefreies Leben. Nahezu zwei Drittel aller Infizierten stehen im Berufsleben. Die Normalisierung des Lebens mit HIV ergreift immer mehr Bereiche. Nicht nur wird eine positive Frau heute zu 99 % gesund ein Kind zur Welt bringen – sondern auch auf natürlichem Wege empfangen können: kürzlich haben Studienergebnisse die Nicht-Infektiosität HIV-Positiver unter erfolgreicher Therapie erneut bestätigt.

Text: "Infomappe" DAH

 

 

 

 


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