Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung 
in Westmecklenburg

Miteinander reden...
Voneinander lernen...
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Umzug der Schweriner Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung in Westmecklenburg

Die Schweriner Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung in Westmecklenburg ist ab dem 03.April 2017 in neuen Räumlichkeiten im AOK Service-Center (Am Grünen Tal 50 / 19063 Schwerin) in Zimmer 303 (2OG) zureichen. Hier bietet die Beratungsstelle regelmäßig Beratung zu sexueller Gesundheit, HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (Geschlechtskrankheiten) an. Das Beratungsangebot kann montags von 09:00 – 12:00 Uhr, dienstags von 14:00 – 18:00 Uhr, donnerstags von 09:00 – 12:00 Uhr und nach vorheriger Vereinbarung in Anspruch genommen werden. Zu diesen Zeiten wird auch eine Beratung per Telefon und E-Mail angeboten. Die Beratungsstelle in Schwerin erreichen Sie unter 0385/568645 und per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Beratung erfolgt immer anonym und ist für alle Ratsuchenden kostenlos.  Für eine sensible und fachkundige Beratung stehen qualifizierte Mitarbeiter/Innen zur Verfügung. Alle Mitarbeiter/Innen und Berater/Innen unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. 

Wismar, den 23.03.2017

Prävention muss neue Wege gehen

Gemeinsame Pressemitteilung von:
LSVD Landesverband der Lesben u.Schwulen
in M-V „Gaymeinsam“ e.V.
Lübecker Str. 43 | 19053 Schwerin
Tel.: 0385/55 75 54 | Fax: 0385/58 11 926
Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und
Aufklärung in Westmecklenburg
AIDS-Hilfe Westmecklenburg
Mühlenstr. 32 | 23966 Wismar
Tel.: 03841/21 47 55 | Fax: 03841/21 47 11
Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Die neue Kampagne „Liebes Leben“ löst die 1987 von der BZgA entwickelt Kampagne „Gibt AIDS keine Chance“ ab. Der zentrale Grund für die Weiterentwicklung der Kampagne liegt im Wandel der Inhalte. „Gib AIDS keine Chance“ war stark auf eine reine HIV/AIDS Prävention ausgelegt. In den letzten Jahren hat sich dieser Fokus gewandelt. Neue Zielgruppen und die Notwendigkeit zur Aufklärung über weitere sexuell übertragbare Infektionen machten eine Erweiterung der Kampagne notwendig.

„'Gib AIDS keine Chance' hat bei vielen Menschen mehr Bewusstsein im Umgang mit HIV geschaffen. Dank unserer Präventionsarbeit und der hochwertigen Behandlung in unserem Land haben wir im Kampf gegen HIV gute Fortschritte erzielt. Die Zahlen zeigen aber auch, dass diese Anstrengungen nicht nachlassen dürfen. Jetzt geht es darum, die Bekämpfung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten mit einem übergreifenden Ansatz fortzusetzen und zu verstärken. ... Die neuen Informationsangebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung setzen genau hier an.“ Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur Präsentation der neuen Kampagne und Plakate der BZgA.

Aufklärung zur sexuellen Gesundheit ist noch immer wichtig. Gerade junge Menschen unterschätzen das Risiko sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer sexuell übertragbaren Infektion bzw. HIV/AIDS zu infizieren. Oft ist der Grund für diese Sorglosigkeit das fehlende Wissen über Risiken und Infektionswege. Unerkannt und unbehandelt können diese Infektionen die Gesundheit auf Dauer schwer schädigen. Außerdem erhöhen sie das Risiko, sich beim Sex ohne Kondom mit HIV anzustecken. Die sinkende Wahrnehmung von Präventionsbotschaften in der Öffentlichkeit machen neue moderne Kampagnen notwendig. Die neue Kampanien der BZgA zeigt auf direkte und witzige Art und Weise wie sich sexuell übertragbare Infektionen auf das Liebesleben auswirken können. Die Plakate sollen für Aufmerksamkeit sorgen, ohne dabei belehrend zu wirken. Moderne Prävention kommt ohne den drohenden Zeigefinger oder der Tabuisierung von Sexualität aus. Nur wenn man Sexualität und sexuell übertragbare Infektionen aus der Schmuddelecke herausholt und sie enttabuisiert kann man offen über sie aufklären.

Die Beratungsstellen zur sexuellen Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern setzen in Ihrer Beratung schon lange auf einen offenen und wertschätzenden Umgang mit Sexualität. Ratsuchende werden mit Ihren Problemen ernstgenommen ohne sie für ihre Sexualität zu verurteilen. Auch in den Präventionsangeboten reden die Beraterinnen und Berater der Beratungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern, dem Alter der Schüler entsprechend, offen und ohne Tabus über die wohl schönste Nebensache der Welt. Gerade diese Offenheit kommt gut an und wird von Lehrern und Schülern positiv bewertet.

Die von Hr. Gröhe angesprochene Zielgruppenerweiterung spiegelt sich in der Kampagne wieder. Schwule und bisexuelle Männer gehören noch immer zur hauptbetroffenen Gruppe von HIV/AIDS. Umso wichtiger ist es, dass diese auch in der breiten Öffentlichkeitsarbeit gleichberechtigt berücksichtig werden. Moderne Prävention sollte da keinen Unterschied machen welche Sexualität ein Mensch hat und alle Gruppen gleich berechtigen.

Die Kampagne stellt aus unsere Sicht keine Pornografie oder jugendgefährdenden Inhalte da. In unzähligen anderen Kampagnen und (TV-)Werbespots wird viel stärker und offener mit dem Thema Sexualität geworben. Ein moderner, kultursensibler, dem Alter der Zielgruppe entsprechender Umgang mit Sexualität sollte in der heutigen Gesellschaft möglich sein.

Die Motive der Kampagne und dargestellten „sexuellen Handlungen“ sind stark übertrieben und wirken daher unnatürlich. Die Ironie hinter den einzelnen Motiven ist klar erkennbar. Wichtig ist dabei, dass die Plakate ins Auge fallen und zur Diskussion anregen. Sie sollen dadurch das Bewusstsein zu sexuell übertragbaren Infektionen und HIV/AIDS stärken und aufzeigen wo man Hilfe findet.

Transsexuell – Geboren im falschen Körper

 

Herr Dr. med. Roland Wandschneider, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Rostock referiert am

Donnerstag, den 27. Oktober 2016  | 16 – 19 Uhr

in den Räumen der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung über das Thema

„Transsexualität“ - Geboren im falschen Körper.
Ein Thema für die Jugendhilfe

 

 

Jugendliche, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen bleiben oft unverstanden und werden sozial ausgegrenzt. In einer wachsenden Anzahl von Fällen steht eine „Transidentität“ oder „Transsexualität“ dahinter. Transsexualität ist ein Phänomen, das an Präsenz unterschätzt und dem bisher zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Beschrieben wird damit ein Phänomen der Identität, nicht der sexuellen Orientierung.

Wenn Jugendliche sich ihrem eigenen Empfinden nach nicht dem äußerlich sichtbaren Geschlecht zugehörig fühlen, kennen sich häufig weder Eltern, Pädagogen und Sozialarbeiter noch  Psychologen und Therapeuten  mit dieser sexuellen Identitätsstörung aus. Was aber tun, wenn sie ein Kind, einen Jugendlichen, einen Schüler oder Klienten haben, der davon betroffen ist und Hilfe sucht?

Betroffene Jugendliche spüren sehr früh, dass sie eine andere Geschlechtsidentität haben. In vielen Fällen werden sie bald auch von ihren Lehrern und Mitschülern akzeptiert, wie sie sind. Bei anderen gibt es Probleme: Sie treffen auf Unverständnis, schlimmstenfalls werden sie gemobbt. Die betroffenen Jugendlichen empfinden dies als sehr belastend. Viele sind sehr verzweifelt und nicht wenige haben suizidale Gedanken oder hassen sich.

Stellt ein Mensch, gleich welchen Alters, eine Diskrepanz zwischen dem sichtbaren und dem erlebten Geschlecht fest, so hat dies potentiell negativen Einfluss auf seine Entwicklung, wenn er diesen Widerspruch nicht erfolgreich für sich auflösen kann. Wird der Drang, das selbst erlebte Geschlecht nach außen zeigen zu können, durch das Umfeld unterdrückt, sind psychische Schädigungen dieses Menschen sehr wahrscheinlich.

Vor allem Jugendliche zeigen Rückzugstendenzen, Depressionen, aber auch aggressives Verhalten anderen oder sich selbst gegenüber (Selbsthass, Selbstverletzung etc.).

Die Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung lädt alle diejenigen ein, die sich grundsätzlich über das Thema informieren wollen oder auch besonders diejenigen, die einen solchen Jugendlichen kennen und  begleiten sowie auch Eltern, denen die Geschlechtsinkongruenz ihres Kindes auffällt.

Herr Dr. Roland Wandschneider gibt eine Einführung in die Entwicklung sexueller Identität bei Jugendlichen und berichtet von seinen Erfahrungen mit transsexuellen Kindern und Jugendlichen. Er selbst hat im Rahmen seiner Tätigkeit viele Jahre selbst Jugendliche begleitet und kann den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Informationen und Handlungsmöglichkeiten für Arbeitsalltag in Kita, Schule, Jugendarbeit und Elternhaus geben.

Dr. med. Roland Wandschneider ist Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie und behandelt  in der Spezialsprechstunde an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Rostock  u.a. Geschlechtsidentitätsstörungen und erstellt Gutachten bei Transsexualismusfragen. Viele Jahre unterstützte er Transsexuelle, ihren Weg zu gehen und wurde von Betroffenen sehr geschätzt.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Präventionsrat des Landkreises Nordwestmecklenburg und vom LSVD Landesverband Mecklenburg-Vorpommern „Gaymeinsam“ e.V.

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 15 Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen können ab sofort unter Tel. 03841/214755, Fax 03841/214711 oder email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erfolgen.

Weitere Informationen unter www.wismar.aidshilfe.de .