Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung 
in Westmecklenburg

Miteinander reden...
Voneinander lernen...
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„Liebe, Freundschaft, Sex und so…“ - Jugendfilmtage in Wismar

Von Woody Allen stammt das Zitat: „Das schwierigste am Leben ist, Kopf und Herz dazu zu bringen, zusammen zu arbeiten“. Für kaum eine Zeit im Leben gilt das so sehr wie für die Zeit des Erwachsen werdens. Körperliche Veränderungen und solche der Gefühlswelt werfen unendlich viele Fragen auf, die meisten davon traut man sich anfangs nicht auszusprechen. Auch Gefühle des „anders seins“ und der Scham kommen immer wieder hoch.

Die Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung in Wismar führt vom 09.-12. April unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Thomas Beyer Jugendfilmtage durch. Im Rahmen der Jugendfilmtage wollen wir Jugendlichen die Möglichkeit geben, sich über das Medium Film mit Fragen zu Thema Liebe, Sexualität und Freundschaft in dieser aufregenden Zeit auseinander zu setzen. Manchmal ist ein Film ein besserer Impulsgeber als 100 Gesprächsangebote, um sich zu trauen, seine Fragen zu stellen.

Was die Jugendlichen beschäftigt, beschäftigt auch pädagogisches Fachpersonal. Wie rede ich mit den Jugendlichen über Sexualität? Aber auch Fragen der Mediennutzung spielen für Lehrende und Schulsozialarbeiter*innen eine immer größere Rolle. Deshalb gibt es auch für sie ein Angebot im Rahmen der Jugendfilmtage. An zwei Tagen gibt es für Lehrkräfte die Möglichkeit, sich in zwei Workshops als Fortbildung mit Methoden zum Thema Sexualität für den Unterricht und Jugend und Medien auseinander zu setzen. Der erste Workshop wird von der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung in Westmecklenburg gestaltet, der zweite von der Medienwerkstatt Wismar im Filmbüro MV.

 

Die Fortbildungen finden am 09. und 10.04., jeweils von 09-12 Uhr für Schulsozialarbeiter*innen und von 15-18 Uhr für Lehrkräfte in den Räumlichkeiten der Medienwerkstatt statt. Die Fortbildung wird für Lehrkräfte durch das IQ M-V zertifiziert.

Die Filmvorführungen finden am 11. und 12.04. im Filmbüro MV zu folgenden Zeiten mit folgenden Filmen statt:

 

Donnerstag 11.04.2019:

08:00 - 10:00 "Ich fühl mich Disco"

10:15 - 12:15 "Tomboy"

12:30 - 15:00  "120 BPM" (Originalversion mit deutschem Untertitel, FSK 16)

 

Freitag 12.04.2019

08:00 - 10:00 "Herzstein"

10:15 - 12:15 "Turn me on"

12:30 - 14:30 "Siebzehn"

 

Es wird ein kleiner Teilnehmerbeitrag erhoben.

Im Anschluss an die Vorführungen finden Filmgespräche durch Mitarbeitende der Medienwerkstatt statt. Zusätzlich stellen sich folgende Anlauf- und Beratungsstellen im Foyer des Filmbüros vor, die durch Mitmachaktionen kennengelernt werden können:

  • Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung in Westmecklenburg
  • AOK NordOst
  • AWO Frauenschutzhaus
  • profamilia Wismar
  • Psychologische Beratungsstelle der Diakonie
  • Selbsthilfegruppe Trans*Wis
  • Gaymeinsam e.V.
  • SchuLZ e.V.
  • Fachdienst Gesundheit des Landkreises Nordwestmecklenburg

Kurz zusammengefasst:

Was?

  • Workshops für Schulsozialarbeiter und Lehrkräfte in der Medienwerkstatt im Filmbüro MV
  • Filmvorführungen den ganzen Tag an zwei Tagen im Filmbüro MV

Wann?

  • Workshops jeweils Dienstag und Mittwoch von 09-12 Uhr für Schulsozialarbeiter und 15-18 Uhr für Lehrkräfte
  • Filmvorführungen am Donnerstag und Freitag in drei Zeitslots

Wo?

  • Workshops in der Medienwerkstatt im Filmbüro MV, Bürgermeister-Haupt-Str. 51, Haus 4
  • Filmvorführungen im Filmbüro MV, Bürgermeister-Haupt-Str. 51, Haus 3

Fragen und Anmeldungen per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 03841/214755

Umzug der Schweriner Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung in Westmecklenburg

Die Schweriner Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung in Westmecklenburg ist ab dem 03.April 2017 in neuen Räumlichkeiten im AOK Service-Center (Am Grünen Tal 50 / 19063 Schwerin) in Zimmer 303 (2OG) zureichen. Hier bietet die Beratungsstelle regelmäßig Beratung zu sexueller Gesundheit, HIV/AIDS und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (Geschlechtskrankheiten) an. Das Beratungsangebot kann montags von 09:00 – 12:00 Uhr, dienstags von 14:00 – 18:00 Uhr, donnerstags von 09:00 – 12:00 Uhr und nach vorheriger Vereinbarung in Anspruch genommen werden. Zu diesen Zeiten wird auch eine Beratung per Telefon und E-Mail angeboten. Die Beratungsstelle in Schwerin erreichen Sie unter 0385/568645 und per E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Beratung erfolgt immer anonym und ist für alle Ratsuchenden kostenlos.  Für eine sensible und fachkundige Beratung stehen qualifizierte Mitarbeiter/Innen zur Verfügung. Alle Mitarbeiter/Innen und Berater/Innen unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. 

Wismar, den 23.03.2017

Prävention muss neue Wege gehen

Gemeinsame Pressemitteilung von:
LSVD Landesverband der Lesben u.Schwulen
in M-V „Gaymeinsam“ e.V.
Lübecker Str. 43 | 19053 Schwerin
Tel.: 0385/55 75 54 | Fax: 0385/58 11 926
Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und
Aufklärung in Westmecklenburg
AIDS-Hilfe Westmecklenburg
Mühlenstr. 32 | 23966 Wismar
Tel.: 03841/21 47 55 | Fax: 03841/21 47 11
Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Die neue Kampagne „Liebes Leben“ löst die 1987 von der BZgA entwickelt Kampagne „Gibt AIDS keine Chance“ ab. Der zentrale Grund für die Weiterentwicklung der Kampagne liegt im Wandel der Inhalte. „Gib AIDS keine Chance“ war stark auf eine reine HIV/AIDS Prävention ausgelegt. In den letzten Jahren hat sich dieser Fokus gewandelt. Neue Zielgruppen und die Notwendigkeit zur Aufklärung über weitere sexuell übertragbare Infektionen machten eine Erweiterung der Kampagne notwendig.

„'Gib AIDS keine Chance' hat bei vielen Menschen mehr Bewusstsein im Umgang mit HIV geschaffen. Dank unserer Präventionsarbeit und der hochwertigen Behandlung in unserem Land haben wir im Kampf gegen HIV gute Fortschritte erzielt. Die Zahlen zeigen aber auch, dass diese Anstrengungen nicht nachlassen dürfen. Jetzt geht es darum, die Bekämpfung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten mit einem übergreifenden Ansatz fortzusetzen und zu verstärken. ... Die neuen Informationsangebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung setzen genau hier an.“ Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur Präsentation der neuen Kampagne und Plakate der BZgA.

Aufklärung zur sexuellen Gesundheit ist noch immer wichtig. Gerade junge Menschen unterschätzen das Risiko sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer sexuell übertragbaren Infektion bzw. HIV/AIDS zu infizieren. Oft ist der Grund für diese Sorglosigkeit das fehlende Wissen über Risiken und Infektionswege. Unerkannt und unbehandelt können diese Infektionen die Gesundheit auf Dauer schwer schädigen. Außerdem erhöhen sie das Risiko, sich beim Sex ohne Kondom mit HIV anzustecken. Die sinkende Wahrnehmung von Präventionsbotschaften in der Öffentlichkeit machen neue moderne Kampagnen notwendig. Die neue Kampanien der BZgA zeigt auf direkte und witzige Art und Weise wie sich sexuell übertragbare Infektionen auf das Liebesleben auswirken können. Die Plakate sollen für Aufmerksamkeit sorgen, ohne dabei belehrend zu wirken. Moderne Prävention kommt ohne den drohenden Zeigefinger oder der Tabuisierung von Sexualität aus. Nur wenn man Sexualität und sexuell übertragbare Infektionen aus der Schmuddelecke herausholt und sie enttabuisiert kann man offen über sie aufklären.

Die Beratungsstellen zur sexuellen Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern setzen in Ihrer Beratung schon lange auf einen offenen und wertschätzenden Umgang mit Sexualität. Ratsuchende werden mit Ihren Problemen ernstgenommen ohne sie für ihre Sexualität zu verurteilen. Auch in den Präventionsangeboten reden die Beraterinnen und Berater der Beratungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern, dem Alter der Schüler entsprechend, offen und ohne Tabus über die wohl schönste Nebensache der Welt. Gerade diese Offenheit kommt gut an und wird von Lehrern und Schülern positiv bewertet.

Die von Hr. Gröhe angesprochene Zielgruppenerweiterung spiegelt sich in der Kampagne wieder. Schwule und bisexuelle Männer gehören noch immer zur hauptbetroffenen Gruppe von HIV/AIDS. Umso wichtiger ist es, dass diese auch in der breiten Öffentlichkeitsarbeit gleichberechtigt berücksichtig werden. Moderne Prävention sollte da keinen Unterschied machen welche Sexualität ein Mensch hat und alle Gruppen gleich berechtigen.

Die Kampagne stellt aus unsere Sicht keine Pornografie oder jugendgefährdenden Inhalte da. In unzähligen anderen Kampagnen und (TV-)Werbespots wird viel stärker und offener mit dem Thema Sexualität geworben. Ein moderner, kultursensibler, dem Alter der Zielgruppe entsprechender Umgang mit Sexualität sollte in der heutigen Gesellschaft möglich sein.

Die Motive der Kampagne und dargestellten „sexuellen Handlungen“ sind stark übertrieben und wirken daher unnatürlich. Die Ironie hinter den einzelnen Motiven ist klar erkennbar. Wichtig ist dabei, dass die Plakate ins Auge fallen und zur Diskussion anregen. Sie sollen dadurch das Bewusstsein zu sexuell übertragbaren Infektionen und HIV/AIDS stärken und aufzeigen wo man Hilfe findet.