Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung 
in Westmecklenburg

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Herr Dr. med. Roland Wandschneider, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Rostock referiert am

Donnerstag, den 27. Oktober 2016  | 16 – 19 Uhr

in den Räumen der Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung über das Thema

„Transsexualität“ - Geboren im falschen Körper.
Ein Thema für die Jugendhilfe

 

 

Jugendliche, die nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen bleiben oft unverstanden und werden sozial ausgegrenzt. In einer wachsenden Anzahl von Fällen steht eine „Transidentität“ oder „Transsexualität“ dahinter. Transsexualität ist ein Phänomen, das an Präsenz unterschätzt und dem bisher zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird. Beschrieben wird damit ein Phänomen der Identität, nicht der sexuellen Orientierung.

Wenn Jugendliche sich ihrem eigenen Empfinden nach nicht dem äußerlich sichtbaren Geschlecht zugehörig fühlen, kennen sich häufig weder Eltern, Pädagogen und Sozialarbeiter noch  Psychologen und Therapeuten  mit dieser sexuellen Identitätsstörung aus. Was aber tun, wenn sie ein Kind, einen Jugendlichen, einen Schüler oder Klienten haben, der davon betroffen ist und Hilfe sucht?

Betroffene Jugendliche spüren sehr früh, dass sie eine andere Geschlechtsidentität haben. In vielen Fällen werden sie bald auch von ihren Lehrern und Mitschülern akzeptiert, wie sie sind. Bei anderen gibt es Probleme: Sie treffen auf Unverständnis, schlimmstenfalls werden sie gemobbt. Die betroffenen Jugendlichen empfinden dies als sehr belastend. Viele sind sehr verzweifelt und nicht wenige haben suizidale Gedanken oder hassen sich.

Stellt ein Mensch, gleich welchen Alters, eine Diskrepanz zwischen dem sichtbaren und dem erlebten Geschlecht fest, so hat dies potentiell negativen Einfluss auf seine Entwicklung, wenn er diesen Widerspruch nicht erfolgreich für sich auflösen kann. Wird der Drang, das selbst erlebte Geschlecht nach außen zeigen zu können, durch das Umfeld unterdrückt, sind psychische Schädigungen dieses Menschen sehr wahrscheinlich.

Vor allem Jugendliche zeigen Rückzugstendenzen, Depressionen, aber auch aggressives Verhalten anderen oder sich selbst gegenüber (Selbsthass, Selbstverletzung etc.).

Die Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung lädt alle diejenigen ein, die sich grundsätzlich über das Thema informieren wollen oder auch besonders diejenigen, die einen solchen Jugendlichen kennen und  begleiten sowie auch Eltern, denen die Geschlechtsinkongruenz ihres Kindes auffällt.

Herr Dr. Roland Wandschneider gibt eine Einführung in die Entwicklung sexueller Identität bei Jugendlichen und berichtet von seinen Erfahrungen mit transsexuellen Kindern und Jugendlichen. Er selbst hat im Rahmen seiner Tätigkeit viele Jahre selbst Jugendliche begleitet und kann den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Informationen und Handlungsmöglichkeiten für Arbeitsalltag in Kita, Schule, Jugendarbeit und Elternhaus geben.

Dr. med. Roland Wandschneider ist Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie und behandelt  in der Spezialsprechstunde an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Rostock  u.a. Geschlechtsidentitätsstörungen und erstellt Gutachten bei Transsexualismusfragen. Viele Jahre unterstützte er Transsexuelle, ihren Weg zu gehen und wurde von Betroffenen sehr geschätzt.

Die Veranstaltung wird unterstützt vom Präventionsrat des Landkreises Nordwestmecklenburg und vom LSVD Landesverband Mecklenburg-Vorpommern „Gaymeinsam“ e.V.

Der Teilnehmerbeitrag beträgt 15 Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Verbindliche Anmeldungen können ab sofort unter Tel. 03841/214755, Fax 03841/214711 oder email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erfolgen.

Weitere Informationen unter www.wismar.aidshilfe.de .