Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und Aufklärung 
in Westmecklenburg

Miteinander reden...
Voneinander lernen...
Füreinander da sein...

...immer eine offene Tür!

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Gemeinsame Pressemitteilung von:
LSVD Landesverband der Lesben u.Schwulen
in M-V „Gaymeinsam“ e.V.
Lübecker Str. 43 | 19053 Schwerin
Tel.: 0385/55 75 54 | Fax: 0385/58 11 926
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Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit und
Aufklärung in Westmecklenburg
AIDS-Hilfe Westmecklenburg
Mühlenstr. 32 | 23966 Wismar
Tel.: 03841/21 47 55 | Fax: 03841/21 47 11
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Die neue Kampagne „Liebes Leben“ löst die 1987 von der BZgA entwickelt Kampagne „Gibt AIDS keine Chance“ ab. Der zentrale Grund für die Weiterentwicklung der Kampagne liegt im Wandel der Inhalte. „Gib AIDS keine Chance“ war stark auf eine reine HIV/AIDS Prävention ausgelegt. In den letzten Jahren hat sich dieser Fokus gewandelt. Neue Zielgruppen und die Notwendigkeit zur Aufklärung über weitere sexuell übertragbare Infektionen machten eine Erweiterung der Kampagne notwendig.

„'Gib AIDS keine Chance' hat bei vielen Menschen mehr Bewusstsein im Umgang mit HIV geschaffen. Dank unserer Präventionsarbeit und der hochwertigen Behandlung in unserem Land haben wir im Kampf gegen HIV gute Fortschritte erzielt. Die Zahlen zeigen aber auch, dass diese Anstrengungen nicht nachlassen dürfen. Jetzt geht es darum, die Bekämpfung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten mit einem übergreifenden Ansatz fortzusetzen und zu verstärken. ... Die neuen Informationsangebote der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung setzen genau hier an.“ Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur Präsentation der neuen Kampagne und Plakate der BZgA.

Aufklärung zur sexuellen Gesundheit ist noch immer wichtig. Gerade junge Menschen unterschätzen das Risiko sich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer sexuell übertragbaren Infektion bzw. HIV/AIDS zu infizieren. Oft ist der Grund für diese Sorglosigkeit das fehlende Wissen über Risiken und Infektionswege. Unerkannt und unbehandelt können diese Infektionen die Gesundheit auf Dauer schwer schädigen. Außerdem erhöhen sie das Risiko, sich beim Sex ohne Kondom mit HIV anzustecken. Die sinkende Wahrnehmung von Präventionsbotschaften in der Öffentlichkeit machen neue moderne Kampagnen notwendig. Die neue Kampanien der BZgA zeigt auf direkte und witzige Art und Weise wie sich sexuell übertragbare Infektionen auf das Liebesleben auswirken können. Die Plakate sollen für Aufmerksamkeit sorgen, ohne dabei belehrend zu wirken. Moderne Prävention kommt ohne den drohenden Zeigefinger oder der Tabuisierung von Sexualität aus. Nur wenn man Sexualität und sexuell übertragbare Infektionen aus der Schmuddelecke herausholt und sie enttabuisiert kann man offen über sie aufklären.

Die Beratungsstellen zur sexuellen Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern setzen in Ihrer Beratung schon lange auf einen offenen und wertschätzenden Umgang mit Sexualität. Ratsuchende werden mit Ihren Problemen ernstgenommen ohne sie für ihre Sexualität zu verurteilen. Auch in den Präventionsangeboten reden die Beraterinnen und Berater der Beratungsstellen in Mecklenburg-Vorpommern, dem Alter der Schüler entsprechend, offen und ohne Tabus über die wohl schönste Nebensache der Welt. Gerade diese Offenheit kommt gut an und wird von Lehrern und Schülern positiv bewertet.

Die von Hr. Gröhe angesprochene Zielgruppenerweiterung spiegelt sich in der Kampagne wieder. Schwule und bisexuelle Männer gehören noch immer zur hauptbetroffenen Gruppe von HIV/AIDS. Umso wichtiger ist es, dass diese auch in der breiten Öffentlichkeitsarbeit gleichberechtigt berücksichtig werden. Moderne Prävention sollte da keinen Unterschied machen welche Sexualität ein Mensch hat und alle Gruppen gleich berechtigen.

Die Kampagne stellt aus unsere Sicht keine Pornografie oder jugendgefährdenden Inhalte da. In unzähligen anderen Kampagnen und (TV-)Werbespots wird viel stärker und offener mit dem Thema Sexualität geworben. Ein moderner, kultursensibler, dem Alter der Zielgruppe entsprechender Umgang mit Sexualität sollte in der heutigen Gesellschaft möglich sein.

Die Motive der Kampagne und dargestellten „sexuellen Handlungen“ sind stark übertrieben und wirken daher unnatürlich. Die Ironie hinter den einzelnen Motiven ist klar erkennbar. Wichtig ist dabei, dass die Plakate ins Auge fallen und zur Diskussion anregen. Sie sollen dadurch das Bewusstsein zu sexuell übertragbaren Infektionen und HIV/AIDS stärken und aufzeigen wo man Hilfe findet.