Weltblutspendetag am 14.06.

Aidshilfe fordert Aufhebung der Diskriminierung von homo- und bisexuellen Männern

Blutspende
© pixabay.com

Der 14.06. als Weltblutspendetag soll das Augenmerk auf die Relevanz von Blutspende legen. Gerade in diesem Jahr ist dies besonders wichtig. Aufgrund der Coronapandemie kratzen viele Krankenhäuser am Rand ihrer Blutreserven. Spätestens jetzt wird allzu deutlich, dass ein prinzipielles Ausschließen bestimmter Bevölkerungsgruppen von der Blutspende kontraproduktiv ist. Dies geschieht allerdings weiterhin mit bi- und homosexuellen Männern.

Bis 2017 war es Männern, die Sex mit Männern haben, grundsätzlich nicht erlaubt, Blut zu spenden. Dies hat sich zwar 2017 geändert, allerdings ist die neue Richtlinie weiterhin sehr lebensfern: homo- und bisexuelle Männer dürfen nur Blut spenden, wenn sie mindestens 1 Jahr keinen Sex hatten.

Wir leben in Zeiten, in denen es technisch und wissenschaftlich nach 6 Wochen möglich ist, eine HIV-Infektion auszuschließen. Es kann nicht angehen, dass diese Optionen nicht ausgeschöpft werden, während auf der anderen Seite das Gesundheitssystem permanent am unteren Rand seiner Blutreserven agieren muss!

Bei allen Herausforderungen und Einschnitten wird immer wieder gesagt, die Coronapandemie solle auch als Reset genutzt werden, um daraus zu lernen und Sachen besser zu machen. Den Ausschluss bi- und homosexueller Männer von der Blutspende aufzuheben wäre einer dieser Punkte, um eine längst überfällige Beseitigung von Diskriminierung zum Nutzen aller zu beseitigen!